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Anolis ferreus

1.0 Anolis ferreus (Courbaril, Marie Galante, 110m ü. NN)


1.0 Anolis ferreus (Courbaril, Marie Galante, 125m ü. NN)


0.1 Anolis ferreus (Courbaril, Marie Galante, 100m ü. NN)


0.1 Anolis ferreus (Courbaril, Marie Galante, 100m ü. NN)


Habitat von Anolis ferreus (Courbaril, Marie Galante, 125m ü. NN)


Habitat von Anolis ferreus (Bagatelle, Marie Galante, 60m ü. NN)


Habitat von Anolis ferreus (Bagatelle, Marie Galante, 100m ü. NN)


Habitat von Anolis ferreus (Grand Pierre, Marie Galante, 150m ü. NN)

Anolis ferreus gehört zur Anolis bimaculatus-Verwandtschaftsgruppe und bewohnt ausschließlich die Insel Marie-Galante. Er ist dort die einzige Anolis-Art.
Insbesondere die männlichen Tiere werden ausgesprochen groß. Ich sah bei meinem eintägigen Aufenthalt auf Marie-Galante einige Männchen, die etwa 30-35 cm GL aufwiesen. Männchen zeigen auf einer ockergelben Grundfarbe manchmal leichte Blautöne und besitzen stets einen blaugrauen Kopf. Einige Tiere besitzen außerdem einen hellblauen Rücken. Der Halsbereich ist meist eintensiver gelb. Große Männchen besitzen auf der vorderen Hälfte des Schwanzes einen bis zu etwa 1,5cm hohen Kamm. Weibchen sind ockerbraun gefärbt und haben eine etwas heller abgesetzte Rückenlinie und 2 bis 3 schwache Sitenlinien. Der Kopf kann ebenfalls bläulichgrau erscheinen.

Anolis ferreus
lebt auf Marie Galante stets in den trockenen Teilen der Insel. Die Vegetationsform auf dieser im Schnitt nur etwa 100m flachen Insel ist ein tropisches Trockengehölz oder Offenwald. Die Tiere leben bevorzugt einzeln oder paarweise an mittelgroßen, freistehenden Bäumen. Die Männchen stehen stets kopfüber in etwa 1 bis 4m Höhe an einer Stelle des Baumes, von der sie die Umgebung gut im Blick haben. Die Weibchen und Jungtiere leben weiter unten am Stamm. Die Fluchtdistanz der Tiere ist meist sehr hoch. Nähert man sich Ihnen auf etwa 5 bis 10m, flüchten sie sofort hinter den Baumstamm und nach oben in die Krone. Bevorzugt werden mittelgroße Bäume mit nicht zu großem Stammdurchmesser und heller, relativ glatter Rinde. Jungtiere und Weibchen findet man außerdem häufig an und in der Nähe von Behausungen.